Malediven, Filitheyo Island Resort
Im März 2026 ging es nun also endlich mal wieder zu einer wunderschönen Malediven-Insel. Dieses Mal sollte es das
Filitheyo Island Resort
sein.

Die Insel befindet sich südlich von Malé, im Faafu-Atoll. Die Anreise erfolgt ab Malé mit einem Wasserflugzeug. Darauf habe ich mich besonders gefreut, denn da bin ich noch nie mitgeflogen.
Am Flughafen Malé wurden wir nach der Kofferausgabe schon von einem Mitarbeiter erwartet und in Empfang genommen. Er brachte uns zum Bus-Shuttle, das zum Terminal der Wasserflugzeuge fährt. Dort hatten wir das Glück, dass wir sofort zum Check In gehen durften. Die Wasserflugzeuge haben keine festen Flugzeiten. Sie fliegen, wenn sie voll sind. Es kann also auch mal vorkommen, dass man mehrere Stunden auf den Abflug warten muss. Wir hatten also Glück und ab ging die wilde Fahrt… ähm.. der Flug 😉

Man geht also an einen Steg, dort schwimmt schon der Flieger. Dann heißt es Kopf einziehen und rein klettern. Da wir die einzigen Passagiere für die Insel Filitheyo waren, landete das Flugzeug vorher erst noch an einer anderen Insel. So hatte wir das Vergnügen, 2x Start und Landung zu erleben.
Es war herrlich! Aber auch extrem laut. Wir haben sofort Ohrenstöpsel genommen, dann ging es. Ein Traum, wenn man unter sich die Inseln und Korallenriffe sehen kann. Die ringförmigen Atolle. Die Farben! Es war auch nicht so unruhig, wie befürchtet. Nur die Landung ist etwas hart, auf dem Wasser. Ein echtes Erlebnis! Jederzeit wieder…
Da Filitheyo von einem Ring aus Korallen umgeben ist, kann das Wasserflugzeug nicht direkt neben der Insel landen. So wird man also erst einmal an einer schwimmenden Plattform abgesetzt und von dort mit einem Boot abgeholt. Wir also die einzigen Gäste, das Boot für uns allein. Sehr witzig.

Die Ankunft war sehr herzlich, gechillt und einfach nur traumhaft. 30°C im März, weißer Sand, türkisfarbenes Meer und rauschende Palmen.

Die Unterkunft war schnell bezogen, wir hatten einen Doppelbungalow. Das Meer und der Strand waren nur wenige Schritte entfernt. Jeder Bungalow hatte seine eigenen, beschrifteten Liegen und Auflagen. Also nix mit Handtuch und reservieren 😉 Das Highlight im Bungalow? Ein nach oben teilweise offenes Bad und somit eine Dusche, bei der man abends den Mond, die Palmen und die Sterne sehen konnte. Genial!

Durch den Krieg in Israel und die damit verbundenen Flug-Stornierungen über Dubai/Doha/Abu Dhabi war die Insel nur zu 40% belegt. Das war einerseits zwar sehr schön, war es doch extrem ruhig. Anderereseits hatte dies den Nachteil, dass geplante Ausflüge wegen zu weniger Teilnehmer oft ausfielen.
So buchten wir einen Ausflug, um mit Mantas zu Schnorcheln. Dieser wurde 2x storniert. In der ersten Woche wollten wir ebenfalls eine Tour zum Walhai-Schnorcheln machen, auch diese Tour fiel aus. Zum Glück begannen dann aber die Osterferien und ein paar mehr Touristen fanden den Weg auf die Malediven. So konnten wir in der zweiten Urlaubswoche dann doch noch unsere Walhai-Tour machen. Was für ein Erlebnis!!! Ja, wir haben auch 2x sehr große Walhaie gesehen. Was für majestätische Tiere.

Ansonsten haben wir die wundervolle Unterwasserwelt des Hausriffes genossen. Dieses Riff ist hier noch recht intakt und so haben wir sehr viele unterschiedliche Wasserbewohner gesehen.

Natürlich sehr viele Riffhaie, denn die jüngeren Haie schwimmen gern im flachen Wasser, um vor Feinden geschützt zu sein und das Jagen üben zu können. Dabei sind sie den Schnorchlern gegenüber sehr entspannt. Einfach immer wieder eine Freude, wenn ein kleiner oder auch größerer Hai an einem vorbei schwimmt.

Auch Wasserschildkröten haben wir gesehen, Rochen und viele, viele Riff-Fische. Immer wieder konnte man etwas Neues entdecken und wir waren ständig mit Schnorchelmaske und Flossen auf der „Pirsch“. Ah, Thema Schnorchelmaske.
DAS war der beste Kauf vor dem Urlaub, den ich gemacht habe. Bisher habe ich über diese „Alien-Masken“ immer gelächelt und gedacht, brauche ich nicht, komme super mit Brille und Schnorchel zurecht. Komme ich auch… doch im letzten Urlaub ist mir meine Schnorchenbrille kaputt gegangen. Und so habe ich es gewagt… das Experiemt Schnorchelmaske. Was soll ich sagen, es ist genial! Nix beschlägt und man hat sie ruck zuck richtig aufgesetzt. Der mittige Schnorchel sorgt dafür, dass man den Kopf unter Wasser weit nach rechts oder links drehen kann, ohne dass Wasser hinein schwappt. Und sollte man zu weit unter tauchen, dichtet die im Schnorchel oben sitzende Kugel extrem schnell ab. 100 Punkte für diese geniale Erfindung!

Der zweitbeste Kauf vor dem Urlaub? Meine Falt-Kleiderbügel. Gerade auf den Malediven hat Frau ja doch das eine oder andere luftige Kleidchen mehr dabei. Und meiner Erfahrung nach gibt es in Hotelkleiderschränken IMMER zu wenige Kleiderbügel. So war es auch hier auf Filitheyo. Was ein Glück, dass Frau vorgesorgt hatte. Sind die genial, oder was? Zusammengefaltet nehmen sie kaum Platz weg, auseinander sind sie selbst für breitere Sachen perfekt.

Auf der Insel gab es auch einen Infinity-Pool, IN dem wir aber nicht waren. Ich brauche keinen Pool, wenn das türkisblaue, glasklare Meer mit 28°C nebenan lockt.
So war der Pool für uns nur Anlaufstelle, um dort auf der Terasse einen Cocktail zu genießen, den Abend ausklingen zu lassen und den Sonnenuntergang zu genießen. Und auch der Reiher kam ab und zu, um kleine Insekten aus den Rändern des Pools zu picken.
Und so genossen wir 15 wundervolle Tage in diesem Paradies für Schnorchler und Ruhesuchende.

Der Abschied fiel uns dementsprechend schwer… aber irgendwann geht nun mal jeder Urlaub zu Ende…
Tschüss Filitheyo, Tschüss Malediven…




