Full Metal Cruise 2024
Es war mal wieder soweit. Ich musste es noch einmal tun! Nachdem ich auf der letzten Metal Cruise 2018 dermaßen viel Spass hatte und sie mich so überrascht hat, habe ich es 2024 noch einmal getan. Hier also meine Erlebnisse auf der
Full Metal Cruise XI Part 1

Die Tour sollte von Kiel nach Ålesund, dann Bergen und zurück nach Kiel. Zwischen den Landgängen lag jeweils ein Seetag, an dem dann schon zeitiger Konzerte stattfinden sollten. Wenn das Schiff im Hafen liegt, dürfen keine Konzerte auf Deck gemacht werden, wegen dem Lärm.
Am Montag den 09.09.24 fuhren wir gleich nach der Arbeit nach Kiel. Dort übernachteten wir in einem Hotel, wo das Auto kostenlos stehen bleiben konnte und uns ein Shuttle am nächsten Tag zum Schiff brachte. Sehr praktisch.

10.09.2024, Dienstag
So ging es am nächsten Morgen entspannt und ausgeschlafen Richtung Schiffsanleger.

Die Mein Schiff 3 wartete bereits auf uns. Sie hat eine Kapazität von 2506 Passagieren, 9 Restaurants und Bistros und 15 Bars an Bord.
Aber erst einmal machten wir einen kleinen Spaziergang durch Kiel, denn unsere Kabine war noch nicht zum Einchecken bereit. Die Koffer konnten wir währenddessen am Schiff deponieren.

In einem kleinen Park gab es sogar diese bequemen Liegestühle, wo wir es uns kurz gemütlich machten, bis ich eine SMS erhielt, dass unsere Kabine nun fertig wäre. Also schnell ab zurück zum Schiff. Beim Einchecken sah es zwar erst mächtig voll aus und die Metal-Meute freute sich lautstark auf den Einlass. Es ging dann sehr schnell und geordnet, hier war alles super durchdacht und ruck zuck standen wir in unserer Balkonkabine. Die Koffer standen schon davor, wurden bereits vom Personal geliefert.

Balkonkabine, für eine Norwegentour im September? Bei DEN Preisen? Musste das sein? Nun, die Metal-Cruise ist nach Buchungsstart meist schon nach wenigen Minuten ausgebucht!!
Ich hatte einem örtlichen Reisebüro den Auftrag für die Buchung gegeben und eine Minute nach Buchungsstart bekam ich schon den Anruf, habe leider nur noch eine Balkonkabine bekommen. Egal, wir wollten diese Tour unbedingt machen, schon wegen Norwegen, also haben wir es getan! So hatten wir also eine echt schöne Kabine mt Kaffee-Kapselmaschine, Sofa, Doppelbett und Balkon mit freier Sicht, auf Deck 7.
Natürlich durfte die obligatorische Türdeko nicht fehlen. Die Türen sind aus Stahl, sodass man ganz einfach magnetische Deko nehme kann 😉 Warum? Erstens weil es cool aussieht und zweitens, damit man seine Kabine schneller wieder findet, haha..

Nach und nach füllte sich dann auch der Innen- und Aussenpool. Aussen war mutig, denn leider entließ uns Kiel mit echt miesem Wetter. Es war sehr kalt, windig und immer wieder Regen. Da half dann nur ein leckerer Cocktail… ach ja, auf der Metal-Cruise ist natürlich AI angesagt.
Und dann war es soweit, die Metal-Cruise-Hymne erscholl über das Pooldeck, alle sangen mit und unser Schiff lief endlich aus.
Der Himmel wurde immer dunkler, es fing wieder an zu regnen und der erste Act am Pool war Feuerschwanz. Das ließen wir uns natürlich nicht nehmen. Kapuze auf und abrocken!!
Danach ging es ins Theater zu The O’Reillys and the Paddyhats. Was für ein phänomenaler Auftakt!!

Müde und glücklich wollten wir ab ins Bett. Der nächste Tag sollte ein Seetag sein, also ein wenig Ruhe am Morgen…. dachten wir….
Doch dann machte der Kapitän die Durchsage, dass aufgrund von schlechtem Wetter Ålesund nicht angefahren werden kann… oh je… aaaaber… er habe eine Überraschung. Er hat seit Stunden telefoniert und für uns eine ganz besondere Tour organisiert. Also kein Seetag.. stattdessen legen wir morgen in Dänemark an… wir besuchen Aarhus. Und tags drauf dann der Seetag.
So brachte uns Tag 2 unserer Reise also am
11.09.24, Mittwoch
nach Aarhus
6 Uhr morgens werde ich wach, weil das Schiff einfach herrlich geschaukelt hat.. ich liebe es! Also erstmal einen Kaffee gezogen und auf den Balkon gesetzt…nach dem Wach werden erstmal frühstücken. Wir haben immer im Atlantik-Restaurant gefrühstückt. Sehr edles Ambiente, etwas ruhiger und immer Themenfrühstück wie Lachs- oder Kaviar-Buffet 😉 herrlich.
Die Sonne brannte vom Himmel und wir machten uns gleich nach dem Frühstück auf ins Unbekannte.
Aarhus ist zwar die zweitgrößte Stadt Dänemarks, doch das Leben scheint hier sehr ruhig zu verlaufen. Durch eine Geschichte, die in die Wikingerzeit zurück reicht, gibt es viele historische Gebäude. Doch auch hochmoderne Architektur. Wir fanden es toll. In dieser Kuppel war übrigens ein Öko-Café untergebracht. Viel zu schnell mussten wir wieder zurück zum Schiff und es hieß schon wieder, Ausfahrt!
Wieder an Bord gab es erst einmal eine kleine Stärkung, bevor es zum ersten Konzert des Tages ging.. DORO! Eine klasse Sängerin, deren kräftige, tiefe Stimme live einfach mega war!

Wir sahen uns noch die Modenschau an, die nicht von Models, sondern Gästen der Tour veranstaltet wird. Man kann sich vorab bewerben und erhält dann vor Ort Artikel der aktuellen Merchandise-Kollektion. Außerdem stand noch Eric Cohen auf dem Programm. Auf dem Weg zum Theater durfte noch eine schnelle Stärkung her…

Der Tag war anstrengend und für uns waren weniger interessante Bands am Start und so ging es relativ zeitig zu Bett. Doch vorher gab es noch eine Durchsage vom Kapitän. „Liebe Metaler, ich habe eine Überraschung für euch.
Morgen ist kein Seetag, stattdessen halten wir in Mandal, einem kleinen, norwegischen Ort, in dem bisher nie ein Kreuzfahrtschiff hielt! Der Bürgermeister von Mandal freut sich auf uns und wir werden erwartet.“ YESS… Wir waren sehr gespannt…
So endete also Tag 2 auf der Full Metal Cruise XI
12.09.24, Donnerstag, Tag 3
Nach dem Frühstück zurück in der Kabine erst mal auf dem Balkon, Wetter checken. Das Schiff lag schon vor einer Küste vor Anker und die Sonne schien herrlich. Kaum ein Lüftchen ging. Perfekt… beim Blick über die Reling sahen wir, dass die Rettungsboote zu Wasser gelassen wurden.. hmm… warum? Na weil man in Mandal nicht mit einem riesen Kreuzfahrtschiff in den Hafen fahren kann! Also durften wir mit den Tenderbooten rüber fahren! Was für ein Spaß!!

Mandal ist ein echt süsser Ort. Typische kleine Häuser, ruhige Strassen, es fuhren fast nur E-Autos und die Menschen total lieb. Alle waren auf die Metal-Meute vorbereitet, das örtliche TV war am Start und Pubs öffneten ausserplanmäßig und spielten Metal-Musik. Doch uns zog es erst einmal auf den Hausberg „Uranienborg Torjusheia“, der zwar mit 62m Höhe keine Herausvorderung ist, aber der Aufstieg über Treppen und durch den Wald war doch ein wenig anstrengend, denn mittlerweile brannte die Sonne.

Oben angekommen zeigte sich ein wundervoller Ausblick auf den Hafen und den Ort. Unser riesen Schiff vor der Küste sah schon spektakulär aus…
Doch nun lockte ein anderes Highlight dieses Ortes. Der STRAND!! Es war so herrlich, im September in Norwegen die nackten Füße ins Meer zu halten! Danach sind wir noch eine Klippe hinauf geklettert, wo es einen herrlichen Blick auf den Strand gab!
Das war ein wirklich gelungener Ausflug und eine perfekte Überraschung!
Zurück auf dem Schiff… Kabine suchen, umziehen und ab aufs Pooldeck, erfrischen…

Natürlich gab es auch wieder Konzerte! Unter anderem Grave Digger und Cobrakill. Und immer mal wieder kleine Gimmicks, die andere Cruisianer verteilen, als Geschenke.

Was für ein herrlicher Tag. Morgen erreichen wir Bergen….
Freitag, der 13.09.24
Bergen
Kurz bevor man Bergen erreicht, fährt man unter der Askøy-Brücke hindurch. Die Durchfahrtshöhe beträgt 63 Meter und die Brücke ist 1057 Meter lang.

In Bergen lag das Schiff sehr nah an der Stadt, sodass wir zu Fuß das Zentrum erreichten. Wir gingen zum Fischmarkt, erkundeten schmale Gassen und weil das Wetter eher durchwachsen mit immer wieder Regen war, gingen wir in die Icebar. Man bekommt einen warmen Poncho und ein eisgekühltes Getränk im Glas aus Eis.
Natürlich haben wir auch das typische Postkartenmotiv, das Viertel Bryggen, angesehen. Da es das Wetter nicht so gut mit uns meinte, sind wir aber dann frühzeitig zurück zum Schiff.
Hier, hinter der Glaswand am Pooldeck ließ es sich aushalten. Und natürlich gab es am Abend auch wieder Konzerte…
Da das Wetter zu schlecht draussen war, fielen die Pool-Konzerte aus. Wir sahen uns Skindread im Theater an und für mich war das ein echtes Highlight. Diese Band kannte ich noch nicht, es war mega und das leichte Schaukeln des Schiffes machte im Innern noch mehr Spaß.. der Band ebenso! Es gab noch Michael Monroe und Emil Bulls. Beide konnten uns nicht ganz so begeistern.
Nun aber ab ins Bett….
Samstag, 14.09.2024
Nun ging es leider schon wieder zurück Richtung Kiel. Aber erst lag noch ein Seetag vor uns.
Heute unterhielt uns am Pool Mambo Kurt. Er ist eine Institution auf der Metal Cruise. Immer im Kapitäns-Look mit seiner Orgel am Start, spielt er bekannte Songs unter anderem von Depeche Mode oder Die Ärzte auf seine ganz eigene Weise nach. Wir haben uns gebogen vor Lachen!
Es spielten unter anderem noch Dust Bolt, im Theater „The Night Flight Orchestra“. Am Pool sahen wir uns dann noch Beyond the Black an.

Danach war es dann schon Zeit für´s Wave and Smile. Dabei kommt die gesamte Crew auf die Bühne am Pool und bedankt sich bei den Gästen… immer wieder bewegend.
Sorry übrigens, dass es so wenige Konzert- und Poolfotos gibt. Meistens hatte ich das Handy gar nicht dabei und habe einfach die Atmosphäre genossen.
Damit endete leider schon wieder die Metal Cruise.
Am Sonntag, den 15.9.2024 erreichten wir wieder Kiel.

Es war wieder mal eine Freude, mit so vielen netten, gechillten Menschen unterwegs zu sein. Wir fühlen uns in dieser Community extrem wohl. Sicher werden wir irgendwann noch einmal so eine besondere Kreuzfahrt unternehmen…
xoxo

















