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Kenia 2021 – Teil 4 – Samburu

Als nächstes ging es bei unserer Safari nach

Samburu

Hier wollten wir 2 Nächte bleiben. Also, kleine Tasche mit Sachen gepackt, die Koffer konnten in der Lodge verbleiben und ab… Da diese Gegend etwas weiter weg war, hieß es, 6:30 Uhr: Abfahrt!

Kenia Samburu Nationalpark

Gegen 10:30 Uhr überquerten wir dann den Äquator. Das war sehr interessant. Denn hier wurden wir zu ein paar Männern geführt, die uns mittels einer Schale Wasser und einem Trichter ein erstaunliches Phänomen zeigten:

Wir gingen ca. 10 Meter vom Äquator weg in nördliche Richtung. Hier goss der Mann Wasser in den Trichter und legte ein schwimmendes Stöckchen hinein. Das Wasser floss links herum aus dem Trichter.

Wir gingen 10 Meter in die südliche Richtung. Gleiches Experiment. Das Stöckchen drehte sich rechts herum!

Und in der Mitte? Genau auf dem Äquator? Ihr könnt es Euch denken! Das Stöckchen drehte sich nicht!! Kein Wirbel! Wahnsinn, oder???

Ja, wir sind auch drauf reingefallen!! Im Internet kursieren viele Berichte darüber. Leider alles nur Fake. Die Verwirbelung liegt an der Form des Trichters. So ein Phänomen gibt es leider nicht wirklich. Schade… witzig war es trotzdem 😉

Also weiter, immer gen Norden.. der Sonne entgegen… ja richtig, denn im kenianischen Winter ist es nördlich des Äquator am Wärmsten. Und das war es auch. Es wurde von Kilometer zu Kilometer wärmer. Gegen 11 Uhr waren wir dann im Samburu Nationalpark.

Der Park selbst ist nicht sehr groß, sehr trocken und staubig. Der Park wird von einem Fluß geteilt, an dem auch die um den Park herum lebenden Menschen ihr Vieh tränken dürfen. Daher haben wir bei unseren Pirschfahrten oft riesige Rinderherden im Nationalpark gesehen.

Wir machten uns gleich auf zur ersten Pirsch. Es gibt hier sehr viele verschiedene Tiere auf kleinstem Raum. Große Herden Oryx-Antilopen, Netzgiraffen, Geier-Perlhuhn…

Gazellen, Straußen, viele Pawiane…

Sehr süss waren auch die fein gestreiften Grevy-Zebras. Die Steppenzebras haben breitere Streifen. Auch der Klippschliefer, der uns aus einem Termitenhügel heraus anschaute, war goldig. Und sogar mehrmals haben wir am Fluss Krokodile gesehen!

Kenia Samburu Nationalpark

Übernachtet haben wir mitten im Park in einer sehr schönen Anlage.

Es gab einen Pool, den wir hätten nutzen können, wenn wir denn Badesachen mit gehabt hätten… oh je, wer hätte denn ahnen können, dass es hier so extrem viel wärmer ist, als in Nyeri!

Es waren bestimmt 30 Grad und selbst nachts waren die Temperaturen noch angenehm, sodass wir noch lange auf dem Balkon gesessen haben und die Sterne beobachteten. Ein Traum.

Am nächsten Morgen ging es dann gleich wieder los auf die Pirsch. Durch Sand und Staub, immer auf der „Jagd“ nach einem schönen Motiv. Und davon gab es hier wirklich viele.

Mein Lieblingstier: die Giraffen-Antilope. Sehr scheu, aber doch wohl total süss, oder??

Die Elefanten leben hier in sehr großen Familienverbänden und klettern erstaunlicherweise die Hänge rauf und runter. Das hat mich echt beeindruckt. Auch hier gab es wieder viele Jungtiere. Und wenn so eine Elefantenherde mit ganz leisem Geraschel plötzlich aus dem Gebüsch bricht, ist das ein wahnsinn´s Anblick!

Am letzten Tag hatten wir dann tatsächlich nochmal richtig Glück. Unser Fahrer bekam per Funk Bescheid, dass ein Leopard gesichtet wurde. Also ging es so schnell das Gelände es erlaubte in halsbrecherischer Fahrt durch den Park… und wir haben ihn dann sogar gefunden… Ein traumhaft schönes Tier!!

Kenia Samburu Nationalpark

Nach 3 Tagen Sonne, Staub und Schweiß machten wir uns dann wieder auf den Rückweg Richtung Süden, in die Kälte.

Ein herrlicher Ausflug und interessant, wie abwechslungsreich dieses Land ist!

xoxo

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